Fränkischer Dünenweg

Dünenweg

Das klingt doch nach Urlaub und Meer, aber Mittelfranken am Meer? Tatsächlich, aber das ist allerdings schon ca 250 Millionen Jahre her. Die Gegend um Nürnberg lag zu dieser Zeit am östlichen Rand eines Flachmeers, das im Osten an das Böhmisch-Vindelizische Hochland grenzte. Aus diesem Grund ist der Untergrund weiter Teile Mittelfrankens aus sandigen Ablagerungen aufgebaut.

Während der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren, als große Flächen fast vegetationsfrei waren, wurde durch den Wind feines Gesteinsmaterial ausgeblasen und an anderer Stelle als „Flugsand“ wieder abgelagert.

Im Reichswald nordwestlich von Altdorf liegen unter langgestreckten Dünenzügen noch andere Sande („Flusssande“), die von eiszeitlichen Flüssen abgelagert wurden. Dadurch entstanden hier besonders mächtige, bis zu 40 Meter dicke Sandanhäufungen. Sie wurden in riesigen Sandgruben abgebaut und zum Beispiel beim Autobahnbau verwendet. Mehrere sehr große und auch bis 40 Meter tiefe Sandgruben zeugen von dieser Zeit.

Meine Challenge

Der Fränkische Dünenweg ist ein ausgezeichneter „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ mit offiziell 85,5km Länge. Durch die gute Verbindung des öffentlichen VGN Nahverkehrs lassen sich die Etappen unabhängig voneinander gehen. Er ist sehr abwechslungsreich und führt über einige fränkische Highlights wie Röthenbachklamm, Brückkanal oder die Schwarzachklamm, aber auch über schmale einsame Wege besonders in den ersten beiden Etappen falls man bei Altdorf startet. Der Weg wurde vom Fränkischen Albverein angelegt und 2012 offiziell eröffnet. Er war von 2012 bis 2015 als Qualitätswanderweg zertifiziert. Zudem erhielten die 40 Meter hohen Sanddünen im Nürnberger Reichswald bei Altdorf 2016 den Titel „Gestein des Jahres 2016“.

Das Schöne liegt also so nah und gerade jetzt in der Pandemie eine wunderbare Möglichkeit einfach draußen zu sein.